Örtliches Profil

Örtliches Profil - heute
Orte
Orte sind Dom, Domplatz und Domplatzrandbebauung zum Breiten Weg hin, Bahnhof, Rathaus und Marktplatz, die stalinistischen Gebäude in der Innenstadt, Hasselbach- und Universitätsplatz, die Kirchen und Klosteranlagen entlang der Elbe und die vielen Kreuzungen, Kirchen und Plätze mit stadtteileigenen Identitäten.
Orte sind auch die Zugänge zur Elbe
Orte sind die öffentlichen Gebäude, z.B. das ehemalige Volksbad in Buckau.

Öffentliche Räume
Wichtige historische Wegeverbindungen in NS-Richtung entlang der Elbe verbinden unter anderem die Dörfer Westerhüsen, Salbke, Fermersleben, Buckau mit dem Stadtzentrum und führen weiter nach Norden Richtung Barleben. In Richtung Süden besteht eine Verbindung nach Leipzig (Leipziger Straße), in Richtung Westen nach Hohendodeleben, in Ost-West-Richtung an einer günstigen Querungsstelle der Elbe liegend die Verbindung über Olvenstedt, nach Osten Richtung Heyrothsberge.
In der Innenstadt sind trotz der flächenhaften Zerstörung des Zentrums im Zweiten Weltkrieg noch Platzräume oberzentraler Bedeutung (Domplatz, Alter Markt) ablesbar und als räumlich wie funktionale Orte im städtischen Gefüge erhalten. Die ehemals kleinteilige und differenzierte Gliederung der mittelalterlichen Strukturen sind nur noch fragmentarisch in Form von Einzelbauwerken und Raumfragmenten (Mauerreste) erkennbar.
Die bedeutendste Wegeverbindung innerhalb der Stadt bildet die historische Verbindung des Breiten Weges, die die Napoleonischen Siedlungen von Sudenburg und Neuer Neustadt mit dem historischen Stadtzentrum verknüpft.

Private Räume
Die Napoleonischen (Sudenburg und Neue Neustadt) sowie gründerzeitlichen Stadterweiterungen (südlich des Domplatzes um den Hasselbachplatz, westlich der Altstadt -Stadtfeld Ost) sowie die Siedlungen des Neuen Bauens unter Bruno Taut in den 1920/ 30er Jahren (Reform, Cracau) bilden die bedeutendsten Siedlungsstrukturen und räumliche Zusammenhänge der Stadt.
Flächenhafte Konzentrationen industrieller sowie gewerblicher Nutzungen entlang der Elbe sind besonders nördlich der Stadt im Bereich Rothensee und südlich in Verbindung mit den Ortschaften Westerhüsen, Salbke, Fermersleben und Buckau vorhanden. Zudem übt ein sich entlang der Bahnanlagen nördlich von Sudenburg entwickeltes Industrieareal eine zusätzlich trennende Wirkung auf die Weststadt aus. Nach 1990 entstanden um die Stadt an den Rändern im Norden wie auch im Süden verschiedene große Industrie- und Gewerbeareale, die vor allem in Verbindung mit überregionalen Erschließungssystemen (Bundesstraße B81, Autobahnen A14 u.2) entwickelt wurden. (Norden: Gewerbe- und Technologiepark Barleben, Gewerbegebiet Großer Silberberg, Süden: Gewerbegebiet Beyendorfer Grund, Osterwedding).
Prägend für die städtische Struktur der Stadt Magdeburg sind neben den vielen oben genannten Strukturmerkmalen außerdem die flächenhaft zersplitterten Kleingartenanlagen mit Konzentration im Nordwesten zwischen Olvenstedt, der Neuen Neustadt und der Altstadt und im Südwesten im Bereich zwischen Ottersleben, Sudenburg und der Innenstadt.

Unbebaute Räume
Den funktional wie auch räumlich dominierenden innerstädtischen Grünraum bildet der zentrale Rotehornpark auf der Elbeinsel. Zudem gibt es verschiedene Park- und Friedhofsanlagen verstreut im fragmentierten Gefüge der Stadt, meist ohne bedeutende räumliche Zusammenhänge (im Norden – Nordpark, Vogelgesang, Neustädter Friedhof; im Westen – Westfriedhof; im Süden – Südfriedhof und Klosterbergegarten sowie im Osten der Herrenkrug).

Zudem wird die Stadt noch heute durch eine Vielzahl kleinerer Grünräume geprägt, die sich im Zusammenhang mit den ehemaligen Festungs- und nunmehrigen Gleisanlagen nördlich, westlich und südlich der Altstadt befinden. Die sogenannten Glacis sind im Gefüge der Stadt noch fragmenthaft erhalten geblieben und meist als geschützte Grünräume öffentlich zugänglich. Die Bahnanlagen entlang der Elbe stehen in direkter Verbindung zu den dort angesiedelten Industrie- und Gewerbenutzungen. Eine zusätzliche Gliederung kommt durch den Verlauf einer Gleistrasse in Ost-West-Richtung zustande, die die Elbinsel kreuzt und eine zusätzliche innerstädtische Barriere zwischen den Stadtteilen Sudenburg und Stadtfeld westelbisch sowie dem Herrenkrug und Cracau ostelbisch hervorbringt. (Abb. 51)