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„Funktionale Stadt“ - Vorkriegssituation Gemischte Nutzung besteht in den Bereichen vorindustriell angelegter Kerne und westlich des Zentrums in Stadtfeld West und in Sudenburg. Im Zentrum ist die gemischte Nutzung ausgedehnt vorhanden.
Wohnnutzung hat allerdings die Prachtbauten der Hegelstraße südlich des Doms besetzt. Frühe gewerbliche Nutzung hat die Stadt im Norden und im Süden von den Elbauen abgetrennt. Gewerbeflächen sind in Nord-Süd-und Ost-West-Richtung entlang der Häfen und Bahngleise in den zentralen Siedlungsraum eingeschnitten.
Gewerbliche Nutzung zeigt gemeinsam mit großflächigen Anlagen der Wohnnutzung den Stand der industriellen Trennung von Funktionen. Grünanlagen sind in Form von Fingern, Inseln einem Halbkreis westlich der Bahn angelegt und überwiegen entlang der Elbufer und an den Stadträndern. (Abb. 34)
„Funktionale Stadt“ - Vorwendesituation Die gemischte Nutzung ist infolge weitergehender Trennung von Funktionen insgesamt geringer geworden. Es werden jedoch weiterhin die gleichen Standorte durch die gemischte Nutzung besetzt. Die Wohnnutzung ist insgesamt in der Fläche und gegenüber der gemischten Nutzung ausgedehnt worden.
Die gewerbliche Nutzung ist nach Norden und Südwesten ausgedehnt worden. Insgesamt entstand dadurch ein vielfältig gebrochener Stadtzusammenhang mit Splittern unterschiedlicher Funktionen und Bebauung nebeneinander. Eine Schwerpunktverlagerung der gemischten Nutzung zeigt sich im Zentrum: In der alten Neustadt wurde die Wohnnutzung ausgedehnt.
Im Bereich südlich des Domes hat tertiäre Nutzung in repräsentativer Lage Räume beansprucht. In Stadtfeld und Sudenburg ist die Wohnnutzung in Verbindung mit Grünanlagen etabliert worden. Östlich der Elbe ist Wohnnutzung erweitert worden. Die Stadtränder werden durch Wohnsiedlungen bestimmt. (Abb. 35)
„Funktionale Stadt“ - Nachwendesituation Die Funktionsverteilung zeigt einen Bestand gemischter Nutzungen, wo diese noch nicht in Prozesse der Nutzungsintensivierung oder der Umnutzung von gewerblichen Flächen einbezogen worden sind: In den vorindustriell angelegten Kernen am äußersten Rande der Stadt. Die radiale Verflechtung zu den Dörfern, auch nach Osten hin, ist gleichermaßen von Spuren industrieller Gewerbenutzung geprägt. In der Stadtmitte hingegen hat in der Nachkriegszeit insgesamt eine Reduzierung der gemischten Nutzung zugunsten der Wohnnutzung stattgefunden. Die gemischte Nutzung ist in Ausdehnung und Lage insgesamt unverändert gegenüber der Vorwendesituation. Südwestlich des Hasselbachplatzes zeigt sich jedoch eine bandartige Erweiterung über die Grenzen des Zentrums hinausgehend, die Sudenburg und Zentrum in Zentrumsnähe miteinander verbindet. Im Süden, Westen und Nordwesten der Stadt sind seit 1990 neue Gewerbeflächen unmittelbar am Rand des Siedlungsraumes angesiedelt worden. Im Osten der Stadt ist eine Fläche ehemaliger militärischer Nutzung zu Wohnnutzung umgenutzt worden. (Abb. 36)
„Funktionale Stadt“ - Szenario Die gemischte Nutzung wird in den Bereichen vorindustriell angelegter Kerne fortgeführt und in der Stadtmitte, zu beiden Seiten der in einem Grüngürtel geführten Bahnlinie, gestärkt.
Das bedeutet auch für die Großwohnsiedlungen eine Ausdehnung von Nutzungsmischung durch Integration von nicht störendem Gewerbe und Dienstleistung, wo dies möglich ist, und wo nicht Begrünung Bebauung ersetzt (Flächenpotentiale für Strukturwandel: Neu Olvenstedt, Reform). Neue Kerne werden ansatzweise gebildet in Form konzentrierter Angebote für die tägliche Versorgung innerhalb teilräumlicher Zusammenhänge und entlang zentraler Haupterschließungen (z.B. Buckau).
Die Abstände dieser Versorgungsbereiche orientieren sich an vorhandenen Raumabschnitten (z.B. Kreuzungen). Wohn-Siedlungen werden durch nicht störende Arbeitsnutzungen ergänzt und durch Versorgungsangebote des täglichen Bedarfs in ihren Eingangsbereichen gestärkt (Stadtfeld, Sudenburg, Reform).
Konzentrierte und großmaßstäbliche Gewerbe- und Wohnnutzung an den Rändern der Stadt wird vor allem dort zurückgebaut, wo landschaftlich wertvolle Lagen (z.B. Flussufer) dies erfordern und wo industriell angelegte Kerne in ihrer Erfahrbarkeit von Rand und Mitte gestärkt werden sollen. (Abb. 37)
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 Abb.34: "Funktionale Stadt"-Vorkriegssituation
 Abb.35: "Funktionale Stadt"-Vorwendesituation
 Abb.36: "Funktionale Stadt"-Nachwendesituation
 Abb.37: "Funktionale Stadt"-Szenario
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