Verflechtungsräume

Verflechtungsräume - bis zum Jahr 2050
Höchste Potentiale der örtlichen Verflechtung liegen in offener Bebauung innerhalb der vorindustriell angelegten Kerne, in ihren Randerweiterungen sowie in baulich verfestigten Kleingartenanlagen. Diese Potentiale zeigen kontinuierliche, kleinteilige Erneuerung. Insgesamt sind diese Potentiale in nahezu allen Randlagen des Stadtgebietes vorhanden. Ihre Orientierung seitlich den Ausfallstraßen ist auffällig. In innerstädtischen Lagen sind das Zentrum, die Innenstadt-Nord und die Innenstadt-Süd mit Potentialen der örtlichen Verflechtung in offener Bebauung dicht durchsetzt. Auch hier bestimmt kleinteilig integrierte Erneuerung die Situation (z.B. „Händel-Carrè und Universitätsgelände/ Audimax). Auch Halle-Neustadt zeigt ein Vorhandensein von Verflechtungsbedingungen in offener Bebauung; diese liegen hier im Zentrum von Halle-Neustadt und treffen dort mit einem zentralen gelebten Raum, dem Zentrum von Halle-Neustadt, mit geschlossener und halboffener Bebauung zusammen. Potentiale in offener Bebauung liegen in Halle-Neustadt auch an den Rändern der Haupterschließungsstraßen und bei Passendorf. Insgesamt bilden die Konzentrationen der Wohnsiedlungsflächen von Halle-Neustadt , Halle-Süd und Halle-Silberhöhe jedoch Räume, die mit halboffener Bebauung kaum Potentiale für eine örtliche Verflechtung auf der Basis individueller Nutz- und Wandelbarkeit bilden – wenn auch soziale Verflechtung und Angebote für den Austausch von Leistungen innerhalb einzelner Blöcke oder Gebäude in unterschiedlichem Ausmaß vorhanden sind. Gelebte Räume liegen innerhalb und am Rande der Großwohnsiedlungen, wo Versorgungsbereiche sind, - so auch zwischen Halle- Süd- und Halle-Silberhöhe. Die Saale-Ufer zeigen Fragmente von Potentialen einer auch örtlichen Verflechtung von gebauten und gelebten Räumen im Norden des Saale-Tales, im Zentrum der Stadt und westlich der Siedlung Gesundbrunnen. In diesen Lagen, insbesondere in der nördlichen Innenstadt und im Zentrum gibt es intensive örtliche Verflechtungen innerhalb auch großräumlich relevanter gelebter Räume in offener und halboffener Bebauung, oft in Fragmenten ehemals geschlossener Bebauung. Die strukturellen Bedingungen der Kleinteiligkeit und das Zusammentreffen mit der historischen und kulturellen Bedeutung vieler einzelner Orte in der Stadtmitte machen die besondere Transformationsfähigkeit der Stadtmitte und der nördlichen Innenstadt aus. Für die Stabilisierung und Verstärkung örtlicher Verflechtungen wäre eine weitere kleinteilige Durchmischung aller Wohnbereiche mit verträglichen Arbeitsnutzungen und Dienstleistungen wünschenswert. (Abb. 103)