| |

Gebaute und gelebte Räume - heute Die Saale-Inseln und –Ufer sind, in Übereinstimmung mit der DDR-Tradition, noch von großer Bedeutung als „gelebte“ Räume im Übergang zwischen den beiden Teilen der Doppelstadt. Sie verbinden öffentliche, zentrale gelebte Räume zu beiden Seiten der Stadt. Das Zentrum der Altstadt und auch das Zentrum der Neustadt sind zentrale Orte, die der Erfüllung oberzentraler Funktionen dienen und in diesem Sinne vor allem in den öffentlichen Räumen der Straßen und Plätze sowie in den privaten oder öffentlichen Räume mit zeitlich begrenztem öffentlichen Zugang gelebt werden (Kneipen, Restaurants, Geschäfte, öffentliche Einrichtungen).
„Gebaute“ und „gelebte“ Räume finden heute vielfältige kleinteilige Synthesen öffentlicher und privater Räume innerhalb der vorindustriell angelegten Kerne in der Umgebung der Stadt, in den kleinteilig erneuerten Gebieten der Altstadt, in den Gründerzeitvierteln der Erweiterungen, vor allem im Paulusviertel, aber auch noch östlich der Bahnlinie, dort auch und gerade in den industriell geprägten ehemaligen „Küchendörfern“. Auch die Siedlungen der 1920er Jahre westlich und östlich der Saale bieten sowohl öffentliche wie auch private Räume separat und in Verbindung zueinander.
Innerhalb der flächenhaft konzentrierten Großwohnsiedlungen ist nur Halle-Neustadt nennenswert als erneuerbare Synthese von „gebauten“ und „gelebten“ Räumen, da hier Nutzungsmischungen etabliert wurden und stadträumliche Vielfalt entstanden ist. Nennenswert für die Vielfalt sind u.a. die städtebaulichen Brüche von Halle-Neustadt im Übergang zu dem nur noch in Fragmenten bestehenden ehemaligen Dorf „Passendorf“. Die Saale-Inseln sind, in Übereinstimmung mit der DDR-Tradition, noch von großer Bedeutung als „gelebte“ Räume im Übergang zwischen den beiden Teilen der Doppelstadt. (Abb. 102)
|
|
 Abb.102: Gebaute und gelebte Räume - heute
|
|