Topografie und Besiedlung

Die Topografie der Stadt Halle ist gekennzeichnet durch die Lage im Tal der weit verzweigenden Saale mit der Mündung der Weißen Elster im Süden. Die Stadt zeigt erste Besiedlung und kontinuierliche Erweiterung der Besiedlung auf den Höhenrücken östlich und westlich des Saale-Tales.

Im Osten ist die Topografie ausgeprägt als Randbereich der Leipziger Tieflandsbucht mit flachwelliger kaum gegliederter Hochfläche. Im Südosten wurde durch extensiven Bergbau eine neue Landschaft mit Halden, Seen und Bruchfeldern geschaffen. Im Norden bei Seeben liegt ein Steilrand zur Trothaer Saaleniederung vor. Im Westen gibt es Anschluss an östliches Harzvorland mit Porphyrkuppenlandschaft. Insgesamt hat der Abbau von Braun- und Steinkohle in innerstädtischen Lagen mehr als 35 Tagebauschächte hervorgebracht. Tiefhumose Schwarzerden und Braunschwarzerden auf den lößbedeckten Hochflächen bestimmen den Hauptanteil der Böden. Von Süden zieht sich der Ausläufer des Zscherbener-Steudener Plateaus bis nach Nietleben hin.

Das Stadtgebiet wird von einer herausgehobenen Bruchstörung durchquert.

Die Steilränder bilden mit Höhen bis zu 15 m den Übergang zum Hochplateau. Vorindustrielle Kerne der Besiedlung sind entlang der Saale und der benachbarten Bäche angelegt. Steinzeitliche Siedlungsursprünge wurden bei Giebichenstein gefunden. Die Ursprünge der mittelalterlichen Altstadt von Halle liegen etwas weiter südlich auf der Anhöhe nördlich der Verzweigung der Saale in das heutige Zentrum hinein.

Das Saaletal schneidet 20-25 Meter tief und 2-3 km breit in die Landschaft ein. Im nördlichen Porphyrkuppengebiet ist das Tal auf ca. 100m verengt. Südlich ist es ausgeweitet zur Trothaer Saaleniederung. Starke Mäandrierung herrscht in den südlichen Auenbereichen vor. Nebenarme und Inseln gliedern die gesamte Auenlandschaft. Der Auelehm und hohe Grundwasserstände schränken die Bebaubarkeit der Talauen ein. Die Tieflagen der Saale-Auen wurden zuerst durch Anlage von Halle-Neustadt in Teilen besiedelt. Im westlichen Stadtgebiet, bei Dölau und Nietleben, prägen ehemalige Tagebaugebiete die Landschaft. (Abb. 85)

Prägungen der Stadt
Stadt der Salzgewinnung, Hansestadt
Stadt der chemischen Industrie und des Maschinenbaus
Stadt der Salinebäder
Stadt des sozialistischen Städtebaus (Halle-Neustadt)
Kultur- und Universitätsstadt