Gegenstand

Thema der Forschung sind die langfristigen Qualifizierungschancen von Flächen und Räumen in Magdeburg, Halle und Dessau [Anm. 1]. Das Projekt ist aus frühen Diskussionen um den „Stadtumbau-Ost” hervorgegangen [Anm. 2]. Es untersucht und bewertet die drei Städte Halle, Dessau und Magdeburg in Sachsen-Anhalt hinsichtlich ihrer örtlich besonderen Potentiale für eine langfristige raumstrukturelle Entwicklung unter gesamt- und teilräumlichen Aspekten.

In Ergänzung zu den aktuellen Anforderungen an kurzfristig umsetzbare Handlungskonzepte für den Rückbau von Immobilien geht es hier um die Erarbeitung von Rahmenkonzepten, die eine langfristige Perspektive für strukturellen Wandel eröffnen. Ziel sind Empfehlungen für die Steuerung raumstruktureller Bedingungen öffentlicher und privater Räume, die die individuellen Profile der Städte als Wirtschaftsstandorte und als Lebensräume stärken [Anm. 3].

Eine langfristig angelegte Kultur der Gestaltung des „Übereinanders” und des „Nebeneinanders” von Einflüssen auf die Siedlungsentwicklung in Kernen, Rändern und Zwischenzonen sowie in den Übergängen zu unbebauten Räumen würde die örtlich besonderen Profile der Städte und Ortslagen besser lesbar und besser nutzbar machen – darin liegt ein zentraler Gedanke des Forschungsvorhabens. Eine solche Kultur bedarf, nach Zeiten fortgesetzter Paradigmenwechsel in Ostdeutschland, einer schonungslosen Bilanz der Gegebenheiten und einer umfassenden Diskussion geeigneter Bewertungskriterien. Das Forschungsprojekt regt eine solche Diskussion an.