Auswahl der Städte

Unter Berücksichtigung vorliegender Erkenntnisse zur Veränderung von Städtesystemen [Anm. 4] wurden die Städte Magdeburg, Halle und Dessau in Sachsen-Anhalt ausgewählt, die in ihren tragenden wirtschaftlichen Kräften einen Anschluss an die internationale Entwicklung zeigen und eine regionale Ausstrahlungskraft erwarten lassen. Die drei Städte zeigen umfassenden Strukturwandel seit Beginn der Industrialisierung und infolge der De-ökonomisierung seit 1990. Für Gegenwart und Zukunft werden die Institutionen aus den Bereichen Kultur, Wissen und Erziehung als Impulsgeber für den nachindustriellen Strukturwandel betrachtet.

Ein frühes Modell zur regionalen Siedlungsentwicklung unter Einfluss der Informationstechnologie [Anm. 5] vermutet besondere Veränderungen in der Art und Verflechtung von Räumen im „Bannkreis“ eines Dienstleistungszentrums mit InnovationsPotential für neue Technologien. Die ausgewählten Städte haben dieses Potential und unterscheiden sich damit wesentlich von Städten anderer Größe und Wirtschaftskraft in Sachsen-Anhalt. Sie spiegeln aufgrund unterschiedlicher historischer, raumstruktureller und topographischer Bedingungen aktuelle Prozesse der Suburbanisierung in jeweils besonderer Weise. Die Abgrenzung der Untersuchungsräume bezieht kleinere Gemeinden im unmittelbaren Umkreis der drei Städte (Stadt-Umland-Verflechtung) mit ein.