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Gegenstand der Forschung ist es, Empfehlungen auszusprechen für Orte und Arten der Qualifizierung von Stadtraum.
Im Mittelpunkt groß- und kleinräumlicher Untersuchungen steht der öffentliche Raum, der als verbindendes Element der Stadtraumgefüge und als Durchgang für Fremde ein wesentliches Element von Urbanität ist. Der Wert von Urbanität mit eindeutiger Trennung/ Verbindung öffentlicher und privater Räume wird hier neu entdeckt, - auch zum Schutz privater Nutzungen -, aber im Kontrast zu allen Abbildern von Individualisierung in der Bau- freiheit von Gewerbe- und Wohnungsbauten, wie sie die Stadtentwicklung der letzten 10 Jahre mit suburbanem Charakter global geprägt haben.
Ziel der Forschung ist es, örtliche Besonderheiten der Stadtraumprofile zu bestimmen, auf mögliche Synthesen zwischen groß- und kleinräumlicher Entwicklung dieser Profile hinzuweisen und in diesem Sinne die Lesbarkeit der Stadträume als Wirtschaftsstandorte und die Nutzbarkeit und Wandelbarkeit der Stadträume als Lebensräume an den Orten zu fördern, die für strukturellen Wandel „reif“ sind. Dies betrifft alte Kerne der Städte in ihrer Qualität als traditionelle „Verflechtungsräume“; dies betrifft auch und vor allem Orte, die Merkmale fortsetzbarer Veränderung der privaten Räume zeigen und in diesem Sinne historische Identität mit offenen Rahmen für bisher unbekannte Prozesse und so mit Zukunft verbinden. Der Aspekt „Verflechtungsräume“ wurde während der Beschäftigung mit theoretischen Hintergründen und empirisch erfassten Bedingungen des Wandels von Raumgefügen erweitert. So erhielt er zunehmende Bedeutung für Perspektiven des Wandels und für Empfehlungen. Anregend war die Entdeckung, dass „Verflechtungsräume“ unterschiedliche Di-mensionen von Raum und auch von Beziehungen zwischen Menschen und Materie umfassen können und deshalb sowohl noch bestehende flächenhafte Konzentrationen von Nutzungen anreichern wie auch neue Orte schaffen und prägen können. Der Prozess der Herstellung von Verflechtung durch die Erneuerung von Stadtraum zugunsten bestimmter Raumnutzungen ist es, der gesellschaftlich neue Identitäten schafft, diese alten Identitäten (z.B. die Fabrik) entgegensetzt und den Wandel räumlich manifestiert. Solche Prozesse können auf individuellen oder gemeinschaftlichen Initiativen beruhen oder aber durch Innovationssupportstrategien angeregt und begleitet werden.
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 Magdeburg - Buckau
 Halle - Böllberg
 Dessau - Alten
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