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Folgende Klassifizierungen zeitlicher Einflüsse sind im Sinne einer eindeutigen Ausprägung der „funktionalen Stadt“ für die drei Städte feststellbar:
 | Die Zeit vor dem 2. Weltkrieg hat, überwiegend in Harmonie mit der Topografie, die Grundlagen für die unverwechselbaren Gesichter und für die Transformationsfähigkeit der drei Städte hervorgebracht. |  | Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg diente der Modernisierung der Städte durch Verkehrschneisen, diente dem Ersatz historischer Strukturen der Innenstädte durch mehrgeschossigen Mietwohnungsbau des „fließenden Raumes” sowie in den 1980er Jahren der Standardisierung der Ränder durch Großwohnsiedlungen. |  | Die Zeit nach der Wende umfasste die weitergehende Zerstörung von historischen Strukturen durch flächenhaften Ersatz von Strukturmerkmalen in Form konzentrierter Bebauung für Einzelhandel in den Innenstädten, den standardisierten Ersatz von öffentlichen und privaten Räumen durch verkehrsfunktionale Anlagen für fließenden und ruhenden Verkehr sowie den Ersatz von prägenden Strukturmerkmalen durch veränderte Organisation von Bebauung und Freiräumen (Einfamilienhäuser in der Mitte von Alt-Olvenstedt; weitergehende Minimierung von Wohnungsgrundrissen und keine Zuordnung von privaten Freiräumen zur Bebauung in dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern südlich von Alten/ Dessau). | Ansätze zu einer Entdeckung tradierter Werte und örtlich besonderer Voraussetzungen für Erneuerung liegen vor allem in innerstädtischen Neuordnungen, die kleinteilig Kernnutzungen in privaten Räumen stärken und zugleich die öffentlichen Räume in Netzen, Hierarchien und Differenzierungen ausbauen (s. jüngste Erneuerungen von Innen- und Aussenraum in enger Verbindung von Architektur, Kontext und Stadtraumgefüge: z.B. Neubauten Audimax und Händel-Carreè, Halle).
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