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Wie die Maklerbefragung zeigte, wird das Wohnen in den Städten nachgefragt, wenn es mit Nähe zu Grün und guter Versorgung verbunden ist (s. Maklerbefragung März 2003 sowie Stadtentwicklungskonzepte). Die Tendenzen entsprechen den vorhandenen Bedingungen in folgender Hinsicht:
Wo die Stadterneuerung Uferlagen am Wasser bereits besetzt hat, ist der „Zukunftsstandort“ Wasser/ Landschaft bekannt (Halle). Wo Verkehrsachsen (Dessau, Magdeburg) und großflächige Industriebrachen (Magdeburg) diese Lagevorteile unzugänglich halten, ist die Vorstellungvon Möglichkeiten der Erneuerung noch nicht entstanden. Die Bewertung der Stadtteile in den Städten für Wohn- und Gewerbenutzung spiegelt anerkannte Standortvorteile indirekt: Gute Versorgung und Nähe zur Stadtmitte (mit dem Fahrrad) zeigen sich in fast allen Fällen günstiger Bewertung als wesentliche Voraussetzung für die allgemein vorherrschende Präferenz freistehender und offener Bebauung. Dementsprechend werden die Großwohnsiedlungen mit schlechten Versorgungs-angeboten und großer Entfernung zur Stadtmitte schlecht bewertet und nicht mehr nachgefragt. Die Bewertung von Bebauungstypologien im Verhältnis zur Lage zeigt, dass eine Auflockerung und Begrünung der Innenstädte auch auf privaten Flächen gewünscht wird. Eine Verstärkung solcher Vorteile durch öffentliche Parkanlagen wird als wertsteigernd betrachtet. Im Gegenzug werden zu dichte Anordnungsformen abgelehnt, vor allem aber in Lagen, die eigentlich durch ein hohes Maß an Begrünung gekennzeichnet sein müssten: in Rand - und Umlandlagen.
Insgesamt werden die örtlichen Besonderheiten der drei Städte durch die Bewertungen und Nachfragen positiv gespiegelt. Die Nähe zu zentralen Einrichtungen bestimmt immer noch die Bewertung der Wohnstandorte entscheidend mit. Sie bestimmt jedoch nicht alleine, sondern die Versorgung mit gut zugänglichen privaten und öffentlichen Grünräumen spielt insgesamt eine stärkere Rolle. Bei der Bewertung gewerblicher Lagen ist die Eingebundenheit in „Fühlungsvorteile“ ein wesentliches Kriterium, wie insbesondere die positive Bewertung der Dessauer Innenstadt als Standort für Gewerbe zeigt und damit die Nachkriegsentwicklung für Gewerbe an den Rändern der Stadt in starkem Maße in Frage stellt.
Die Frage nach der Relevanz der Grundstücksgröße für den Verkauf geht von aktuellen Werten (Bodenrichtwerkarten) aus. Eine Subventionierung von großen Grundstücken zugunsten einer Auflockerung von Dichten und zugunsten der Sicherung von Landnutzung für soziale Zwecke ist bisher nicht etabliert und wird deshalb auch nicht zugrunde gelegt bei der Bewertung von marktrelevanten Grundstückszuschnitten.
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