Örtliche Profile

Der Schwerpunkt der Untersuchung lag in der Herausfilterung der Zusammenhänge gebauter und gelebter Räume, vermittelt über die Bedingungen öffentlicher und privater Räume. In diesem Verhältnis drücken sich örtliche Besonderheiten vor allem aus. Wenn man örtliche Besonderheiten stärken will, gilt es, die einmaligen Merkmale zu stärken, die sich stadtökonomisch und sozialräumlich als zukunftsfähig erwiesen haben. Das ist die jeweils besondere Integration von historischen Einflüssen in das Gefüge von Topografie und Räumen: Plätze, Uferlandschaften und Straßenzüge, die Geschichte aufgenommen und Veränderungen getragen haben. In allen drei Städten, in Nord-Süd-Richtung zu einem parallel verlaufenden Fluss entstanden, sind hierbei folgende Elemente der Stadträume in besonderer Weise zu identifizieren und für Gestalt und Gebrauch zu qualifizieren:

die räumlichen Verbindungen zwischen Flussufern und Zentrum, die durch Verkehrsachsen durchtrennt wurden,
die Überbrückungen und Wiederherstellungen von Verbindungen zwischen Teilbereichen des Zentrums, die durch Verkehrsachsen orthogonal zum Fluss zerschnitten wurden,
die tradierten Wahrzeichen von Stadtteilen (Gebäude, die ErstBesiedlung symbolisieren, Kirchen, Schornsteine, Fabrikgebäude)
die Kreuzungen, die frühe Siedlungsanlagen erschlossen haben und Orte der Versorgung geworden sind,
die Flussufer als „Landschaftsgärten” in der Stadt,
die Ortsein- und -ausgänge der nicht überformten, sondern nur umgebenen vorindustriell angelegten Kerne,
die Ortsmitten und Stadtgrundrisse der vorindustriell angelegten Kerne sowie ihre Bebauungsstrukturen in Hausgruppen mit Trennung/ Verbindung der öffentlichen Räume durch Höhe und vorgeschaltete Mauern und Toreinfahrten
die aktuellen Ränder der besiedelten Bereiche,
die vorhandenen und die absehbar frei werdenden unbebauten Räume als innerstädtische und als zwischenstädtische Verbindungen.